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10. Oktober 2016

Spielbericht TSV Emmelshausen – SG 99 Andernach  2:0 (1:0)  12. Spieltag Rheinlandliga

Andernach mangelt es an Effektivität

Die Krise der SG 99 Andernach setzt sich fort. Nach dem 0:2 beim TSV Emmelshausen wartet die Kowalski-Elf nunmehr seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg und rutscht in der Rheinlandliga-Tabelle langsam aber sicher ins untere Mittelfeld.

Dabei schien die Taktik der Gäste auf dem Emmelshausener Kunstrasen an der Hunsrückhöhenstraße zunächst noch aufzugehen. Andernach wartete ab, wollte den Gegner kommen lassen; die Gastgeber hatten derweil einige Probleme gefährliche Angriffe zu kreieren. Somit vermochte es nicht zu überraschen, dass sich die Andernacher schließlich die erste Großchance der Partie erspielten. Jan Hawel tauchte alleine vor Torhüter Lukas Will auf, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel an selbigem, bevor sein Nachschuss von einem Abwehrspieler abgeblockt werden konnte (17.). Auf der Gegenseite zeigten sich die Emmelshausener gnadenlos effektiv, wobei der Begriff fast schon in die Irre führt. Denn während die Gastgeber vor der Pause SG-Keeper Niklas Nett kein einziges Mal vor eine ernsthafte Herausforderung stellten, sorgte für den Führungstreffer Andernachs Kadir Mete Begen. Eine Flanke von der rechten Seite versenkte der Abwehrrecke unglücklich zum 1:0 im eigenen Tor (23.). Jan Hawel hatte in der Schlussphase der ersten Halbzeit dann erneut die große Chance zum ersten Andernacher Treffer, köpfte jedoch nur an die Unterkante der Latte (40.).

Angesichts des Rückstands stellte Kowalski zu Beginn der zweiten Halbzeit auf ein 4-3-3 um, die Mannschaft sollte den Druck auf das Emmelshausener Tor erhöhen. Es gelang den Gästen sogar den Gegner zeitweise einzuschnüren, doch blieben die Andernacher im Offensivspiel zu ideenlos, operierten zu viel mit hohen Bällen. Auf der Gegenseite schlug der Bezirksliga-Aufsteiger dann wieder gnadenlos zu. Eine scharf hereingeschlagene Ecke konnte Niklas Nett nur abklatschen lassen, Dennis Gaida reagierte am schnellsten und staubte zum 2:0 ab (61.). Danach war die Begegnung mehr oder weniger entschieden. Andernach hatte weiterhin mehr Ballbesitz, klare Chancen sollten sich jedoch nicht mehr ergeben.

Andernachs Trainer Franz Kowalski haderte vor allem mit dem Ertrag der eigenen Leistung: „Fußball ist nun einmal ein Ergebnissport und wir müssen langsam mal wieder dreifach punkten. Emmelshausen hat diszipliniert gespielt und wir befinden uns aktuell nicht in unserer besten Phase. Wir spielen zwar ganz ordentlich, doch die Tore fallen einfach nicht.“

Emmelshausen: Will, Gaida (82. Dörr), Retzmann, Bersch, Schinnen, Weber, Hachenthal, Aliqkaj (72. Feit), Christ, Lenz (83. Vogt), Kurt

Andernach: Nett, K. Begen, Ph. Schmitz, Egorov, Unruh (90. F. Külahcioglu), Neunheuser, Nix, H. Külahcioglu, K. Kossmann (48. M. Begen), D. Kossmann (80. Heider), Hawel

SR: Alexander Hauser (Hausen)

Zuschauer: 150

Tore: 1:0 K. Begen (23., Eigentor), 2:0 Gaida (61.)

-MLAT-