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7. Februar 2017

Die SG 99 Andernach auf dem Weg in die 2. Liga

Das 1A-Doppelinterview mit Kathrin Günther und Kimberly König

Mit Kathrin Günther (links) und Kimberly König (rechts) ist die SG 99 Andernach bei ihrem Ziel vom Aufstieg in die zweite Liga bestens im Tor besetzt. Der Verein aus der Geysirstadt ist für beide der inzwischen vierte Verein in ihrer noch so jungen Karriere. Kimberly König  fand nach Stationen auf der rechten Rheinseite in Ellingen, Nauort und Bendorf ihren Weg zur SG. Kathrin Günther musste nach Stationen in Mülhofen, Urbar und Bad Neuenahr lediglich die Ahr überqueren um ihre sportliche Heimat in Andernach zu finden. Die zwei Damen, die nicht nur beide im selben Jahr  geboren sind, haben viele Sachen gemeinsam. Unter anderem sind sie beide Stammtorhüterinnen in der Regionalliga Südwest. Sie sind zudem noch beide beim selben Verein und derselben Mannschaft. Was die beiden noch gemeinsam haben und wieso die Rotation im Tor für sie normal ist verrieten sie uns im Interview. Lediglich bei Manuel Neuer und Kevin Trapp gehen die Meinungen auseinander.

SG.de: Hallo ihr beiden, der Job als Torhüterin ist mit viel Risiko verbunden, könnt ihr euch spontan an eine Szene erinnern, wo ihr danach am liebsten im Erdboden versunken wärt?

König: Ja, da fällt mir leider direkt eine Szene ein! Als ich vergangene Saison versucht habe einen Rückpass zu klären und über den Ball getreten habe und der Ball hinter mir ins Tor gerollt ist. Das Spiel ging 1:2 verloren.

Günther: Da fand ich meine Aktion aber schlimmer! Als ich in der 2. Mannschaft  ausgeholfen habe, habe ich mir einen Eckball selber ins Tor geboxt. Das Spiel ging leider auch 1:0 gegen Kruft verloren. Aber wie sagt unser Trainer immer „ aus Fehlern lernt man am besten!“

SG.de: Mit nur acht Gegentoren in elf Spielen habt ihr die beste Defensive der Liga. Wie bewertet ihr bisher die Saison eurer Mannschaft?

Günther: Unsere Saison läuft sehr gut! In der Liga haben wir einen 8 Punktevorsprung  auf den Zweiten und wenn es so weiter läuft könnten wir ziemlich früh unsere Mission Aufstieg in die 2. Bundesliga klar machen. Auch die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut und wir haben viel Spaß auf und neben dem Platz.

König: Das kann ich nur bestätigen und der Zusammenhalt der Mannschaft ist unsere größte Stärke. Es stellt sich keine ihre eigenen Interessen über die Mannschaft. Wir wollen alle gemeinsam unser Ziel erreichen um am Ende der Saison auch ordentlich an der Playa zu feiern.

SG.de: Bekanntlich kann im Tor nur eine stehen, wie geht ihr mit der Rotation um?

König: Kathrin und ich verstehen uns gut auf und neben dem Platz und wir unterstützen uns gegenseitig. Wir haben viel Spaß beim Training. Es ist klar, dass jede spielen will aber wir haben eine gerechte Aufteilung der Spiele und kommen beide damit gut klar.

Günther: Wir beide haben unsere Stärken und Schwächen. Es kann eben nur eine spielen. Eine Mischung von uns wäre perfekt und würde Manuel Neuer ergeben.

König: Na lieber Kevin Trapp!

Günther: Warum Kevin Trapp?

König: Weil er klar der Bessere ist!

Günther: Ansichtssache…

SG.de: Ihr habt beide schon viel Erfahrung in anderen Vereinen gesammelt. Warum habt ihr euch damals für die SG 99 entschieden?

König: Ich hatte die Chance von der Bezirksliga in die Regionalliga zu wechseln und dadurch mich weiter zu entwickeln und viel Neues zu lernen. Außerdem ist die Stadt an sich wirklich richtig schön!

Günther: Ich wollte mich weiterentwickeln und da sah ich die SG 99 als beste Perspektive für mich hier im Umkreis. Beim Thema Stadt muss ich Kimberly recht geben. Bad Neuenahr ist schon schön, aber Andernach hat in den vergangenen Jahren viel aus sich gemacht. Allein die Sportanlagen sprechen für sich.

SG.de: Nicht nur bei der Infrastruktur, auch sportlich legt die SG seit Jahren zu, woran merkt ihr den positiven Trend der Sportgemeinschaft?

Günther: Daran, dass die SG 99 immer präsenter im FVR wird und immer mehr sich entscheiden dort Fußball zu spielen, insbesondere in der Frauenabteilung. Das sieht man daran, dass unsere liebe SG der einzige Verein mit drei Frauen Mannschaften ist.

König: Als wir hier hinkamen, war nur die Hälfte an Werbebanden da. Jetzt ist kaum noch eine freie Stelle zu finden. Dazu werden die Erfolge bei den Jungs auch immer mehr.

Günther (lacht): Wahrscheinlich wegen uns!

König (augenzwinkernd): Na klar. Warum denn sonst?

SG.de: Wie man hört, kennt ihr euren Verein ganz gut.

König: Na klar, entweder ganz oder garnicht!

Günther: Das wurde uns schon in den ersten Gesprächen auch so vermittelt. Der gesamte Verein zählt und er will kontinuierlich weiter wachsen.

SG.de: Selbst die Mannschaftstouren nach Mallorca werden gemeinsam unternommen. Hört sich nach einem super Zusammenhalt an?

Günther (lachend): Wir hatten zuerst gebucht damals! Ne. Der Zusammenhalt zwischen den Männern und uns ist echt super. Wir unterstützen die Männer und sie unterstützen uns auch.

König (grinsend): Dieses Jahr fahren wir Gott sei Dank mal wieder alleine, bis jetzt jedenfalls…

SG.de: Hört sich noch nach vielen weiteren Jahren in der Geysirstadt an, oder sucht ihr noch nach einer anderen Herausforderung?

König: Also an einen Vereinswechsel denke ich garnicht. Ich fühle mich in der Mannschaft wohl und freue mich jetzt schon auf weitere Jahre mit der Mannschaft.

Günther: Will ich auch für dich hoffen! Ich fühle mich auch sehr wohl im Verein und so schnell gehen wir hier nicht mehr weg, ne Kim?

König: Dein Wort ist mir Befehl! Paar Jahre werden wir Bodo (Heinemann; Leiter der Frauenabteilung) noch ärgern.

SG.de bedankt sich für das informative und amüsante Gespräch!

Das Interview versuchte vergebens zu führen: Kai Franzke Junior