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19. März 2018

Spielbericht SG 99 Andernach – FSV Trier-Tarforst  3:4 (1:2)  24. Spieltag Rheinlandliga

Andernachs Ambitionen erledigen sich                

Andernach. Da war es wieder, das negative Gesicht der SG 99 Andernach. Eine Woche nach dem überzeugenden 2:0-Auswärtssieg in Koblenz scheitern die Bäckerjungen im Heimspiel gegen den FSV Trier-Tarforst wieder einmal an der eigenen Defensivschwäche. „Unsere Saison ist jetzt gelaufen“, sagte Franz Kowalski nach dem Spiel. Andernachs Trainer war der Ärger über die zahlreichen individuellen Fehler seiner Mannschaft deutlich anzumerken.

Dabei fanden die Gastgeber zunächst gut in die Partie, dominierten mit viel Ballbesitz die Anfangsphase. Nach sieben Minuten geriet die Kowalski-Elf dennoch beinahe in Rückstand, Andre Thielen traf von der Strafraumgrenze nur den Pfosten (7.). Im direkten Gegenzug kam Burim Zeneli zu seiner ersten Großchance, verfehlte jedoch knapp sein anvisiertes Ziel. Andernach drückte auf den Führungstreffer, doch erneut Zeneli (17.) und Tobias Nix (20.) konnten beste Möglichkeiten nicht zum 1:0 nutzen. Das erste Tor fiel dann auf der anderen Seite. Jan-Lukas Weber tauchte nach schöner Vorarbeit plötzlich völlig frei am Andernacher Fünf-Meter-Raum auf und brachte die Gäste in Führung (32.). Es folgte die schnelle Reaktion der Gastgeber. Hakan Külahcioglu setzte sich auf auf der rechten Seite durch, Zeneli köpfte aus kürzester Distanz zum 1:1-Ausgleich ein (35.). Doch setzten die Moselstädter gleich noch einen drauf und brauchten ihrerseits nur eine Minute für den erneuten Führungstreffer. Lukas Herkenroth traf über den Umweg Innenpfosten zum 1:2. Kurz vor Pausenpfiff brachte ein Kuriosum den Andernacher noch einmal die große Ausgleichschance. Weil Gästekeeper Daniel Bauer den Ball zu lange in den eigenen Händen hielt, entschied Schiedsrichter Amir Amirian auf indirekten Freistoß. Philipp Schmitz durfte aus 14 Metern draufhalten, sein Versuch wurde jedoch zunächst von der gegnerischen Mauer abgefälscht und schließlich vor der Torlinie geklärt (45.).

Die Andernacher kamen zur zweiten Halbzeit mit Schwung aus der Kabine und drängten auf den Ausgleich. Kapitän Kim Kossmann krönte diese Bemühungen schließlich mit dem 2:2. Sein sehenswerter Schuss von der Strafraumgrenze schlug unhaltbar im oberen rechten Toreck ein (57.). Auch nach dem verdienten Ausgleich machten die Gastgeber das Spiel, blieben jedoch defensiv anfällig. Gegen Jason Thayaparan rettete für die Kowalski-Elf erneut der Pfosten und verhinderte einen erneuten Rückstand (62.). Stattdessen drehten die Andernacher nun vollständig die Partie. Tobias Nix lief auf der rechten Seite in den Strafraum, am langen Pfosten verwertete Zeneli seine Vorarbeit zum 3:2 (64.). Bitterer Beigeschmack für den Vorlagengeber: Er verletzte sich bei der Aktion und musste ausgewechselt werden. Bitter ging es auch für Andernach weiter. Der Tabellenvierte brachte sich um den gesamten Lohn der eigenen Aufholjagd und gab die Partie erneut aus der Hand. Frank Chalve sorgte nach Rigoni-Vorarbeit für das schnelle 3:3 (68.). Es entwickelte sich nun ein Spiel zweier Mannschaften mit offenem Visier und wackliger Hintermannschaft. Ein Andernacher Fehler entschied dann die Begegnung zu Gunsten Triers. Schlussmann Steffen Weber ließ einen Schuss ohne Not nach vorne abprallen, Philipp Schmitz konnte den einschussbereiten Jan Lukas Weber nur mit einem Foul stoppen. Den fälligen Elfmeter verwandelte Herkenroth zum 3:4-Endstand (78.). Aller Andernacher Offensivdrang half da auch nichts mehr.

„Wir schlagen uns mit individuellen Fehlern selbst“, resümierte Franz Kowalski, der für die enormen Leistungsschwankungen seiner Mannschaft nur wenig Verständnis zeigte. Vielleicht zeigt die SG 99 nächste Woche mal wieder ihre gute Seite, dann ist am Samstag, 24. März um 17 Uhr die SG Mendig auf dem Kunstrasenplatz am Andernacher Stadion zu Gast.

Andernach: Weber, K. Begen, Schmitz, Heider, Egorov (78. Hilt), Neunheuser, Nix (66. Unruh), K. Kossmann, H. Külahcioglu, Zeneli, Hawel

Trier: Bauer, Bauchmüller, Heitkötter, S. Stüber (70. Gashi), L. Stüber, Weber (88. Manzo), Thayaparan, Rigoni (78. Oberhausen), Thielen, Chalve, Herkenroth

SR: Amir Amirian (Wiesbaden)

Zuschauer: 50

Tore: 0:1 Weber (32.), 1:1/3:2 Zeneli (35./64.), 1:2/3:4 Herkenroth (36./78., Foulelfmeter), 2:2 K. Kossmann (57.), 3:3 Chalve (68.),

-MLAT-