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15. März 2018

Zäher Boxer trifft in Saarbrücken auf angeschlagenen Gegner

Die erste Frauenmannschaft unserer SG 99 Andernach präsentiert sich wie ein angeschlagener, aber enorm zäher Boxer. Trotz diverser Nacken- und Niederschläge in der 2. Bundesliga Süd stehen sie immer wieder auf, um sich wacker dem nächsten Gegner zu stellen. So auch diesmal: Nach dem unglücklichen 3:4 gegen den designierten Bundesliga-Aufsteiger Bayer 04 Leverkusen treten die Bäckermädchen am Sonntag um 14 Uhr beim letzten noch ernsthaften Aufstiegskonkurrenten der Werkselfen an: dem 1. FC Saarbrücken.

Die Andernacher Spielertrainerin Isabelle Stümper wirkte auch ein paar Tage nach der ernüchternden Niederlage gegen Leverkusen noch perplex: „Nach solchen Spielen weißt du ja manchmal gar nicht, was du den Mädels noch erzählen sollst, damit sie weiter an sich glauben.“ Teamchef Kappy Stümper ergänzt: „Unsere Leistung sollte uns aber Mut machen für die Aufgabe im Saarland.“ Weniger hoffnungsfroh ist die Tabellenlage des Aufsteigers, da drängt sich ein statistischer Vergleich mit den Bundesliga-Männern des 1. FC Köln auf. Für beide beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz ihrer Klasse bei noch acht offenen Spielen stattliche acht Punkte. Aber solange rechnerisch etwas möglich ist, flackert die Hoffnung weiter – wenn auch nur auf Sparflamme.

Zumindest personell geht's im Lager der SG 99 weiter leicht aufwärts. Die zuletzt kranken Anna Zimmermann und Kimberly König trainieren wieder mit. Ihrer alten Form nähert sich Jana Sebastian. Die 27-jährige Angreiferin war nach ihrem Kreuzbandriss etwas mehr als ein Jahr außer Gefecht, spielte nun aber erstmals bei der zweiten Mannschaft in der Rheinlandliga über 90 Minuten und erzielte dort den Treffer zum 1:1-Endstand beim TuS Issel II. Für Caroline Asteroth (Kappy Stümper: „Sie fehlt uns schmerzlich im Abwehrverbund“) wird es wegen anhaltender Kniebeschwerden am Sonntag noch nicht reichen, zudem fehlen Sarah Preußner (Grippe), Lena Wiersch (privat verhindert) und Laura Brönner (Innenbanddehnung).

Der kommende Gegner ist nach fulminantem Saisonstart mittlerweile nur noch ein Schatten seiner selbst. Nach dem siebten Spieltag lag Saarbrücken schon neun Punkte vor dem härtesten Kontrahenten im Aufstiegskampf aus Leverkusen (den zweiten Mannschaften aus München und Hoffenheim ist der Weg nach oben verwehrt). Das Blatt hat sich seither komplett gedreht, aktuell rangiert Bayer 04 bei einer mehr ausgetragenen Begegnung sechs Zähler vor dem FCS. Zwei Niederlagen im Punktspielbetrieb der 2. Liga (1:4 gegen den SC Freiburg II, 0:1 beim FSV Hessen Wetzlar) ließ der FCS ein dünnes 2:1 beim Vorletzten 1. FC Köln II folgen. Am Dienstag gab es den negativen Höhepunkt: Mit sage und schreibe 0:15 mussten sich die ambitionierten Saarländerinnen dem FC Bayern München im DFB-Pokalviertelfinale geschlagen geben. Natürlich absolut kein Grund für die SG 99, den angeschlagenen Gastgeber in irgendeiner Weise zu unterschätzen. Allerdings hofft das Schlusslicht des Zahlenwerks, rund 200 Kilometer von Andernach entfernt wesentlich besser abzuschneiden als beim 1:5 im Hinspiel – zugleich die bis dato höchste Saisonniederlage.

Die ungarische Nationalspielerin in Leverkusener Diensten, Henrietta Csiszar (am Ball), hatten Kapitänin Magdalena Schumacher und die SG 99 gut im Griff, dennoch ging die Partie gegen Bayer 04 am Ende unglücklich mit 3:4 verloren. Ist am Sonntag in Saarbrücken mehr drin? Foto: Norbert J. Becker

14. März 2018

Die fünf Spiele der SG 99 am Wochenende (16. und 18. März)

2. Bundesliga Süd Frauen: 1. FC Saarbrücken - SG 99 Andernach am Sonntag, 18. März, um 14 Uhr auf dem Rasenplatz in 66123 Saarbrücken (Am Kieselhumes).
 
Rheinlandliga Frauen: SG 99 Andernach II - 1. FFC Montabaur am Sonntag, 18. März, um 18.30 Uhr auf dem Stadion-Kunstrasenplatz.
 
Bezirksliga Mitte Frauen: Spvgg Cochem - SG 99 Andernach III am Sonntag, 18. März, um 17.15 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in 56812 Cochem (Stadionstraße 10).
 
B-Juniorinnen-Regionalliga: SG 99 Andernach - TuS Jägersfreude am Sonntag, 18. März, um 11 Uhr auf dem Stadion-Kunstrasenplatz .
 
C-Juniorinnen-Kreisklasse: FV Rübenach - SG 99 Andernach am Freitag, 16. März, um 18.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in 56072 Koblenz-Rübenach (Am Mühlenteich).
 

12. März 2018

Ergebnisse und Torschützen (9. und 11. März)

2. Bundesliga Süd Frauen: SG 99 Andernach - Bayer 04 Leverkusen 3:4 (1:2). Tore: Jasmin Stümper (2), Katharina Sternitzke.

Rheinlandliga Frauen: TuS Issel II - SG 99 Andernach II 1:1 (0:0). Tor: Jana Sebastian.

Bezirksliga Mitte Frauen: TV Kruft - SG 99 Andernach III 0:0.

B-Juniorinnen-Regionalliga: 1. FC Saarbrücken II - SG 99 Andernach 2:0 (1:0).

C-Juniorinnen-Kreisklasse: FV Rübenach - SG 99 Andernach verlegt auf Freitag, 16. März (18.30 Uhr).

D-Juniorinnen-Kreisklasse: MSG Immendorf - SG 99 Andernach 0:3 (0:1).

11. März 2018

3:4 - SG 99 gibt Führung gegen Leverkusen noch ab

Verdient? Unverdient? An dieser im Fußball durchaus üblichen Wertung schieden sich nach der Partie der 2. Frauen-Bundesliga Süd zwischen unserer SG 99 Andernach und Bayer 04 Leverkusen (3:4) nicht die Geister. Sondern vielmehr an der Frage, warum das Spiel nach der von der Schiedsrichterin angezeigten zweiminütigen Nachspielzeit noch nicht beendet war. So aber schnappte sich Bayer-Sturmspitze Josipa Bokanovic in der 93. Minute ein letztes Mal den Ball und drosch ihn zum Entsetzen des Andernacher Anhangs humorlos und vor allem unhaltbar zum 3:4 in den Winkel - es war schon das dritte Erfolgserlebnis der Nummer 25 an diesem Nachmittag. Wohl mehr aus Mitleid gab die Unparteiische eine weitere (!) Minute obendrauf, ein fulminanter Freistoß von Magdalena Schumacher landete aber nur an der Leverkusener Latte. Glück für Bayer? Pech für Andernach? Das mögen andere beurteilen. Bittere Erkenntnis: Schluss ist erst, wenn die Schiedsrichterin abpfeift.

Die Chronologie des turbulenten Schlagabtauschs: Der im ersten Abschnitt dominante Bundesliga-Aspirant ging durch Bokanovic (6., 42.) vor der Pause zweimal in Führung, Katharina Sternitzke - im Hinspiel noch eines regulären Tores "beraubt" - glich zwischenzeitlich (10.) für die Bäckermädchen aus. Jasmin Stümper drehte per umjubelten Doppelpack (47., 60.) die Begegnung, Bayer vollbrachte das gleiche Kunststück durch Madeline Gier (79.) und das dritte Bokanovic-Erfolgserlebnis. Bewundernswert die Moral und die Einstellung der Bäckermädchen, auch wenn dem Schlusslicht des Zahlenwerks schon zum vierten Mal in dieser Saison bei einem Heimspiel wichtige Punkte in den letzten Minuten flöten gegangen sind. Kopf hoch, weiter geht es am kommenden Sonntag (18. März) um 14 Uhr beim 1. FC Saarbrücken.

Mit ihren Saisontoren sieben und acht drehte Jasmin Stümper (am Ball) nach der Pause kurzerhand den Spieß für die SG 99 um, am Ende aber behielt Bayer 04 Leverkusen glücklich mit 4:3 die Oberhand. Foto: Norbert J. Becker

9. März 2018

SG 99 testet Bundesliga-Aspirant Bayer 04 Leverkusen

Nach dem FC Bayern München II und der TSG 1899 Hoffenheim II wartet nun der letzte Vertreter des Spitzentrios der 2. Bundesliga Süd auf die erste Frauenmannschaft unserer SG 99 Andernach. Am Sonntag ab 14 Uhr muss sich der Klassenneuling mit Bayer 04 Leverkusen messen, nach aktuellem Stand der allererste Aspirant für den Aufstieg in die Eliteklasse der Republik. Da sich der Rasenplatz im Andernacher Stadion weiterhin in einem desolaten Zustand befindet, wird die Begegnung einmal mehr auf dem benachbarten Kunstrasen ausgetragen. Im Hinspiel hielten die Bäckermädchen gegen die Werkselfen mehr als nur ordentlich mit, unterm Strich stand nach einem Tor von Jasmin Stümper allerdings eine vermeidbare 1:2-Niederlage. Auch wenn Leverkusen nach zuletzt sechs Siegen und einem Unentschieden auf dem besten Weg zurück in die Bundesliga ist (die beiden zweiten Mannschaften an der Spitze dürfen nicht aufsteigen), hat die SG 99 dennoch etwas Zählbares auf der Rechnung – was in ihrer prekären Lage am Tabellenende im sich zuspitzenden Abstiegskampf nachvollziehbar ist.

Teamchef Kappy Stümper sagt: „Allein der Name des Gegners sollte im Heimspiel für jede Spielerin Motivation genug sein, 100-prozentigen Einsatz und Leistung über 90 Minuten zu bringen. Dann, aber nur dann, kann uns die Überraschung gegen den Aufstiegsfavoriten gelingen.“ Personell hat sich die Situation im Lager der SG 99 etwas entspannt, die Grippewelle scheint allmählich abzuklingen. Die zuletzt erkrankten Maren Weingarz, Katharina Sternitzke, Antonia Hornberg und Eva Langenfeld trainierten Anfang der Woche schon wieder mit. Anna Zimmermann fehlte zwar noch, sollte bis Sonntag aber auch fit sein. Ob das allerdings für die gesundheitlich angeschlagene Torhüterin Kimberly König gilt, bleibt abzuwarten. Fehlen wird auf jeden Fall Natascha Rau (im Urlaub), wohl auch Caroline Asteroth (Knieprobleme) und Laura Brönner (Innenbanddehnung). Jana Sebastian startet nach ihrem Kreuzbandriss vor etwas mehr als einem Jahr ihr Comeback in der zweiten Mannschaft, die am Sonntag (17 Uhr) als Spitzenreiter der Rheinlandliga beim TuS Issel II anzutreten hat. Im Hinspiel gab es mit 0:1 die bis dato einzige Niederlage.

Ihr Einsatz ist nicht möglich: Caroline Asteroth (rechts), fester Bestandteil des defensiven Mittelfelds der SG 99, wird wegen anhaltender Knieprobleme gegen Leverkusen pausieren müssen. Foto: Norbert J. Becker